Warum wir uns als Feminist:innen und Kommunist:innen für das Bestehen des jüdischen Staates einsetzen

Wie bereits im ersten Teil dargelegt, schließt unser Verständnis von internationaler Solidarität Jüdinnen und Juden sowie Israel als Schutzraum gegen Antisemitismus ausdrücklich mit ein. Diese Haltung vertreten wir nicht erst seit diesem Jahr, sondern sie ist schon immer ein fester Bestandteil unserer politischen (Bündnis-)Arbeit gewesen. Daraus haben wir nie einen Hehl gemacht. 

Diese Haltung war sicherlich nicht allen bekannt die auf die 8.März Demo gekommen sind, aber sicherlich denjenigen die gekommen sind, um genau deswegen  die diesjähre Frauenkampftags-Demonstration in Saarbrücken  zu stören. 

Im Rahmen der Auseinandersetzung  wird uns nun oft die Frage gestellt, wie wir als Feminist:innen und Kommunist:innen solidarisch mit einem kapitalistischen Staat sein können, welcher sich gerade in einem Krieg mit der Hamas im Gazastreifen befindet, in Folge dessen sich das Elend der Bevölkerung im Gazastreifen drastisch verschlimmert hat. Um diese Frage zu beantworten, dürfen wir Israel nicht als isoliertes Thema betrachten, sondern müssen es im Kontext der Weltgeschichte und des internationalen Kampfs um Emanzipation begreifen. Ähnlich wie im ersten Teil wollen wir im Folgenden in der Geschichte zurückgehen, um eine gemeinsame Basis zu schaffen.

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Redebeitrag zum 8.März 2026

Die fürchterlichen Meldungen der letzten Monate und Jahre sprechen eigentlich für sich: Vermehrte Femizide, die „Epstein Files”, körperliche Angriffe auf queere Menschen, massiver Sozialabbau, das brutale Vorgehen des iranischen Regimes gegen Demonstrierende sowie Angriffe von Dschihadisten auf die kurdische Selbstverwaltung in Rojava. Diese Liste ließe sich noch viel länger fortführen, denn dies ist kein Ausnahmezustand, sondern der Normalzustand von Patriarchat und Kapitalismus!

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Der 8. März als Internationaler Frauenkampftag

Weil wir es für grundlegend halten um die Geschehnisse am 8.3.2026 in Saarbrücken nachvollziehen zu können, wollen wir zuallererst auf eine Forderung eingehen, die uns so oder so ähnlich immer wieder begegnete: 

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„Verbietet alle politischen Symbole, Fahnen und Redebeiträge auf der von euch organisierte Frauenkampftags-Demonstration, die sorgen sowieso nur für Ärger“ Mit dieser Forderung ist oft der Wunsch verbunden, den 8. März als Tag des Wohlfühlens zu gestalten an dem möglichst alle teilnehmen wollen. Hiermit verbunden war des öfteren die Frage, warum wenn schon Reden gehalten werden, sich diese nicht ausschließlich um allgemeine Frauenperspektiven und Innenpolitik drehen können. 

Um diese Fragen angemessen zu beantworten, ist es zunächst sinnvoll, auf den grundlegenden politischen Charakter des Frauenkampftages und seine Entstehungsgeschichte einzugehen.

Foto: Kai Schwert

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